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Moderner wohnen mit Durchblick.
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Wer im Büro auf hochwertigen Möbeln sitzt, fühlt sich wohl. Das zahlt sich am Ende aus, denn gesund lässt es sich besser arbeiten.
Büroalltag - das heißt sitzen, starren und Geräusche schlucken. Das ist nicht gesund. Ergonomisches Mobiliar und Wachsamkeit gegenüber eingefahrenen Arbeitsmustern können Verspannungen und Schlimmeres verhindern. Der Büroexperte Thomas Grothkopp gibt Tipps für ein gesünderes Arbeitsleben.
Ein Tisch, ein Stuhl eine Lampe - reicht das für einen perfekten Arbeitsplatz?
Arbeitgeber müssen ihre Mitarbeiter ernst nehmen. Das drückt sich auch in der Büroausstattung aus denn sie ihnen nur so viel wert sind wie Discountermöbel oder die gebrauchte Büroeinrichtung, die da schon seit 40 Jahren steht, spricht das für sich.
Was sind denn die größten Fehler bei der Büroarbeit?
Dass sich die Menschen zuwenig bewegen und eine zu starre Sitz- und Körperhaltung einnehmen. In der Regel hat man heute einen Arbeitsplatzdrucker. sodass man auch deswegen nicht mehr aufstehen muss.
Das heißt: Das A und 0 ist Bewegung?
Ja, wir empfehlen grundsätzlich Abteilungsdrucker, damit sich die Mitarbeiter wenigstens ein wenig bewegen müssen. Architekten raten wir, in Bürohäusern die Aufzüge so zu bauen, dass die Angestellten eher die Treppe nehmen und nicht gleich in den Aufzug stolpern.
Aber da man ja trotzdem die meiste Zeit sitzen muss: Auf was sollte man bei Tisch und Stuhl achten?
Am besten sind höhenverstellbare Möbel, auch bei Tischen heute ein Muss. Nur: elektronisch verstellbare Tische sind noch sehr aufwändig und teuer. Dabei wären sie für eine optimale, wechselnde Sitzhaltung wichtig: Die Füße müssen fest auf dem Boden stehen, Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden, beim Tippen sollten die Unterarme parallel zur Tischfläche sein. Die Bürostühle brauchen Seitenlehnen, auf denen man die Arme zwischendurch ablegen und so die Schultern entlasten kann.
Viele arbeiten in Großraumbüros mit hohem Lärmpegel. Wie kann man da helfen?
Teppich statt Parkett, schallschluckende Trennwände und eine Geräusche absorbierende Decke einzubauen hilft schon sehr. Allerdings: Bei einer Vielzahl von Lärmquellen neutralisieren sich die Geräusche gegenseitig. In einem Zweier-Büro stört es viel mehr, wenn einer telefoniert. Das Problem lässt sich zum Beispiel mit Musik im Hintergrund lösen.
Ein weiteres Manko beim Großraumbüro: Ständig läuft jemand vorbei.
Menschen beobachten instinktiv, was um sie herum passiert. Deswegen sollten auch alle von ihrem Platz aus die Tür im Blick haben.
Dazu muss es auch hell genug sein. Wie viel Licht ist eigentlich nötig?
Wir brauchen eine gute Grundausleuchtung, am besten Tageslicht. Eine Schreibtischlampe zur Ergänzung ist gut, nur sollte der Helligkeitsunterschied zwischen Raum- und Tischausleuchtung nicht zu groß sein. Auf Monitoren darf sich nichts spiegeln, eine 90Grad-Aufstellung zum Fenster ist optimal. Und je älter ein Mensch ist, desto mehr Ausleuchtung muss vorhanden sein.
Apropos Fenster. Darf der Tisch direkt davor stehen?
Statt den Tisch horizontal vors Fenster zu stellen, sollte man ihn wegen der Lichtverhältnisse im 90-Grad-Winkel oder jedenfalls schräg dazu ausrichten. Jeder sollte übrigens von seinem Platz aus dem Fenster schauen können. Unbedingt! Zum einen, um seinen Blick vom Bildschirm weg auch einmal auf Fernziele zu fokussieren, egal ob auf spielende Kinder oder rasende Autos, das entspannt. Zum anderen, weil man so seinen Kopf auch mal dreht und sich wenigstens ein bisschen bewegt. Nur Zugluft vom Fenster sollte es nicht geben: Das führt zu Verspannungen.
Aber frische Luft ist doch gut!
Ja, Luftaustausch ist wichtig, schon allein wegen der Drucker und Kopierer. Sie verursachen minimalen Feinstaub, und je kleiner der Raum, desto größer die Belastung im Dauerbetrieb. Da helfen übrigens auch Pflanzen: Sie filtern Staub und andere Schadstoffe aus der Luft, außerdem dämmen sie den Geräuschpegel. Und dann befeuchten sie auch noch die Luft. Aber vor allem ihre psychische Wirkung ist enorm, das Grün tut einfach gut.
Grüne Farbtupfer vor kalkweißer Wand - reicht das?
Die Raumfarbe sollte nicht zu eintönig sein. Am besten freundlich und hell, nicht zu grell. Dunkle Töne machen depressiv. Wohlfühlfarben wie leuchtende Orangetöne sind in Mode. Man kann auch Bilder an die Wand hängen oder ein paar Familienfotos aufstellen.
Thomas Grothkopp (53) ist seit 1993 Geschäftsführer des Bundesverbands Bürowirtschaft.
Quelle: Frankfurter Rundschau, K4, Stellenmarkt, 18,08,2007, 63. Jahrgang, Nr. 193, D/R/S.
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geschrieben von Thomas Grothkopp am 07.10.2008 um 08:00 Uhr.

