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Wintergarten: Wohnzimmer milden im Grünen.

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Moderner wohnen mit Durchblick.

17.10.2008 - Anspruchsvolle Architektur und Glas sind das Traumpaar unserer Zeit.
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Ein Mantel fürs Haus

Ab 2008 ist ein Energieausweis für Gebäude Pflicht. Wer sein Eigenheim richtig isoliert, schont Klima und Konto.

Wer Energie sparen und die Umwelt schonen will, kommt um eine gute Wärmedämmung seines Hauses nicht herum. Verschiedene Baustoffe und Dämm-Materialien sind derzeit auf dem Markt, um ein Gebäude zu isolieren. Doch welche sind geeignet und wie sollte eine Dämmung beschaffen sein? "Eine Dämmung sollte gewisse Mindestanforderungen erfüllen", sagt Raymond Krieger, Geschäftsführer beim Bundesverband Umweltberatung in Bremen. "Das heißt, sie sollte das gesamte Gebäude umschließen. Dazu zählt eine Dämmung für die Außenwand, das Dach sowie für die obere Geschoss- und Kellerdecke.

Beschaffenheit: Wie umfangreich und aufwändig eine Dämmung sein sollte, ist immer auch eine Kostenfrage. Doch es gibt auch hier bestimmte Mindestanforderungen, die von der KfW-Förderbank in Frankfurt am Main empfohlen werden: Danach sollte eine Außenwand-Dämmung 14 Zentimeter, eine Dach-Dämmung 20 und eine Kellerdecken-Dämmung mindestens zehn Zentimeter dick sein.

Material: Eine Vielfalt von Dämmstoffen gibt es derzeit zu kaufen. Das fängt mit den weißen Dämmplatten aus Styropor an, welche sehr preiswert sind. Doch wer besonders umweltbewusst ist, sollte lieber auf Mineralwolle oder nachwachsende Rohstoffe wie Holzfasern, Flachs, Schafwolle oder Zellulose setzen. Jedoch ist dabei zu bedenken, dass zwischen diesen Materialien große preisliche Unterschiede bestehen. "Die nachwachsenden Rohstoffe sind die teuersten, die derzeit zu haben sind. Wer bauökologisch dämmen möchte, muss mit etwa zehn bis 15 Prozent Mehrkosten rechnen", berichtet Raymond Krieger.

Fenster: Zur Modernisierung eines Hauses zählt nicht nur eine gute Dämmung. Wer vorhat, die Außenfassade zu isolieren, sollte am besten auch gleich die alten Fenster austauschen, rät der Energieberater. Dreifach verglaste Fenster sind heutzutage gängig und geben am wenigsten Wärme nach außen ab. Fachleute sprechen vom so genannten Wärmedurchgangs-Koeffizienten: Bei Fenstern mit Dreifach-Verglasung liegt er bei 1,0. Der Wert beschreibt, wie gut das Fenster isoliert ist. Je niedriger er ist, desto besser ist die Isolierung. Zum Vergleich: Bei herkömmlichen alten Fenstern mit nur einer Scheibe liegt dieser Wert bei 5,0. Doppelglasscheiben werden zwischen 2,8 bis 3,5 eingeordnet.

Feuchtigkeit: Doch Vorsicht: Wer sich aus Kostengründen dazu entschließt, zunächst nur die Fenster zu wechseln, ohne gleichzeitig die Fassade zu dämmen, riskiert später noch höhere Sanierungskosten. "Das wäre ein grober Fehler. Denn das führt zu Feuchtigkeit und dem Gedeihen von Schimmelpilzen im Gemäuer und damit im ganzen Haus", sagt Raymond Krieger. "Der Grund ist: Die Wand wäre nach dem Austausch des alten Fensters das am schlechtesten gedämmte Glied am Haus. Wenn man nur das Fenster erneuert, dann ist die Oberflächentemperatur des Fensters niedriger als die Außenwand. Und immer wenn die Oberflächentemperatur niedrig ist, dann schlägt sich dort die Feuchtigkeit nieder und zwar in der Laibung des Mauerwerkes. Mit der Folge, dass diese Nässe ins nicht-isolierte Mauerwerk eindringen kann", erklärt der Fachmann.

Kosten: Wer ein altes Einfamilienhaus dämmen möchte, um es auf das Niveau eines Neubaus zu bringen, muss im Schnitt mit Kosten von etwa 30.000 bis 50.000 Euro rechnen. Nach Abschluss aller Maßnahmen können Bauherren allerdings zwischen 60 und 80 Prozent Energie einsparen, so der Bundesverband Umweltberatung.

Beratung: Wer nicht sicher ist, welche Maßnahmen im eigenen Haus sinnvoll sind, kann sich Hilfe bei Verbraucherzentralen, Stadtwerken oder auch bei Umweltämtern holen. Nicht ganz billig ist hingegen der Rat eines professionellen Energieberaters, der dem Hauseigentümer ein maßgeschneidertes Energiekonzept erstellt. "Eine solche Energieberatung kostet im Schnitt rund 700 Euro für ein Einfamilienhaus", sagt Raymond Krieger. Jedoch gibt es dafür einen Zuschuss von 175 Euro vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

(Quelle: Frankfurter Rundschau vom 23. Juni 2007)

geschrieben von Jürgen Köppel am 01.11.2007 um 17:00 Uhr.


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