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Natur & Garten
Mit Blüten wird ein Garten bunt und lebendig. Wenn Sie im nächsten Jahr Monat für Monat blühende Beete in Ihrem Garten sehen möchten, müssen Sie jetzt gründlich planen.
Spiel mit vielen Farben
Ein Garten soll blühen - und zwar möglichst zwölf Monate im Jahr. Das ist keine Utopie, sondern lässt sich fast verwirklichen.
Aber nur mit viel Planung und mit einer Einschränkung: Es kann nicht überall im Garten ständig etwas blühen. Das Blumenbeet, auf dem von März bis im November die verschiedensten Pflanzen üppig blühen, gibt es nämlich nicht. Denn wenn Pflanzen verblühen, haben sie auch ihre Kraft verbraucht und müssen nun über die Blätter wieder neue Nahrungsreserven in die Wurzeln leiten.
Die Blätter müssen also bleiben - und wo viele Blätter sind, gibt es nun mal nicht allzu viele Blüten. Doch diese Notwendigkeiten der Natur kann man locker austricksen. Indem man nämlich verschiedene Beete anlegt. Eigentlich genügen schon zwei Rabatten: Die eine blüht vor allem im Frühling und im Frühsommer, die andere im Hochsommer und im Herbst. Die Planung eines Beetes, das monatelang in voller Blüte stehen soll, ist natürlich nicht ganz einfach.
Farben und Formen
An erster Stelle steht die Blütenfarbe. Mag man ein Ton-in-Ton-Beet lieber oder eines, das bunt alle Farben des Sommers mischt? Beide Alternativen können wunderschön aussehen. Allzu wild sollte die Mischung aber dennoch nicht sein. Für den Anfang ist es am besten, man mischt entweder sanfte Pastellfarben oder kräftige leuchtende Farben. In jeder Farbmischung sollten weiße Blüten enthalten sein, sie bringen alle anderen Farben zum Leuchten. Ebenso wichtig wie die Farben der Blüten sind aber auch die Formen der Pflanze. Neben einer buschigen Dahlie mit Kugelblüten wirken ein Rittersporn oder eine Lilie fast mickrig. Also wird man Pflanzen zusammenstellen, die in der Form entweder ähnlich sind oder so verschieden, dass es schon wieder interessant ist. Dazu braucht man etwas Fingerspitzengefühl? aber man kann ja mal in anderen Gärten abgucken. In englischen Cottagegärten ist diese Kunst der Mischung zur Vollendung gebracht worden.
Auch die Höhe der Pflanze spielt eine Rolle. Entweder legt man ein Beet mit lauter gleich hoch wachsenden Blüten an oder man setzt die Pflanzen in Höhenabstufungen hintereinander: die hohen Blüten an die hintere Seite des Beetes, die kleinen nach vorne an den Weg oder den Rasenrand. Auch der Hintergrund ist bei der Planung wichtig. Vor einer Wand, einer Hecke oder einem Zaun wirkt eine Blumenrabatte so richtig satt und in sich geschlossen. Einfach in den Rasen gesetzt, wirkt das bunteste Beet langweilig, weil es keinen Bezug zum übrigen Garten hat.
Hat man die Blütenpflanzen ausgesucht, mit denen man die Blütenrabatte bepflanzen möchte, kommt die nächste Überlegung: Wie viel darf's denn sein? Blüten wirken immer am besten, wenn sie in Mengen auftreten. Also wird man von jeder Art eine ganze Gruppe zusammenpflanzen. Und diese Gruppe darf nicht zu klein sein. Dies gilt übrigens für Stauden und für Sommerblumen. Wobei man schon bei der Frage ist, ob man die Rabatte nur mit mehrjährigen Stauden bepflanzt oder lieber mit einjährigen Sommerblumen.
Schnittblumen
Am besten fährt man, wenn man beides mischt. Die mehrjährigen Stauden kommen in jedem Jahr schöner und üppiger, mit den einjährigen Sommerblumen kann man ganz nach Lust und Laune in jedem Jahr neue Akzente setzen. Und viele von ihnen blühen buchstäblich vom Juni bis in den Oktober hinein. Achten Sie darauf, dass in den Blumenrabatten ausreichend Schnittblumen wachsen. Denn so kann man die Blütenpracht auch ins Haus mitnehmen. Vor allem kurzlebige Sommerblumen eignen sich für bunte Sträuße. Und lassen Sie besonders dekorative Fruchtstände im Winter stehen!
So blüht es auf Ihren Beeten länger
Mit einigen Tricks können dauerblühende Beete noch schöner und die Zeit ihrer Attraktivität kann deutlich verlängert werden. Im Sommerbeet beispielsweise werden jetzt im Herbst viele Zwiebelblumen gepflanzt, die vor den Sommerblumen blühen. Die Sommerstauden verdecken das nicht gerade dekorativ verwelkende Laub von Tulpen und Narzissen, das ja nicht abgeschnitten werden darf (es hilft den Zwiebeln, die Nährstoffe für das nächste Jahr einzulagern). In beide Beete, vor allem aber in das im Herbst blühende Beet, kann man zusätzlich einige Pflanzen mit weißen, grauen oder weißbunten Blättern pflanzen. Sie geben dem Beet Struktur und wirken auch nach der Blüte der anderen Pflanzen noch hell und freundlich. Immergrüne Stauden bringen das Beet optisch über den Winter.
Blühende Beete im Sommer
Iris
Phlox
Rittersporn
Eisenhut
Weiße Margeriten
Türkischer Mohn
Weiße Margeriten
Sonnenbraut
Lilien
Kleine rosa Strauchrose
Blühende Beete im Herbst
Dahlien
Sonnenhut
Raublattastern
Zinien
Strauchmargeriten
Sonnenblumen
Stockrosen
Königskerzen
Leuchtende Herbstfarben
Astern, Chrysanthemen und Dahlien spielen die Hauptrolle auf den herbstlichen Blumenbeeten. Denn ihre Farben leuchten intensiv auch bei grauem Herbstwetter:
Balldahlie: halbkugelige gefüllte Blüten, viele Farben, wird bis 1,20 m hoch
Halskrausendahlie: nur zwei Reihen Blütenblätter, oft zweifarbig. viele niedrige Sorten
Aster: vorwiegend violett, rot und weiß, Sorten in verschiedenen Höhen
Sonnenhut: Goldgelbe Blüten mit schwarzer Mitte. Wird bis 1 m hoch
Chrysanthemen: schöne Farben, verzweigte Formen, eignen sich für Beete am besten
Zarte Blüten im Winter
Blüten im Winter sind ein besonderes Erlebnis. Christrosen, Adonisröschen, Schneeglöckchen und winterblühende Sträucher sollten in der Nähe des Hauses stehen:Winterling: leuchtend gelbe Blüten, die oft ganze Teppiche bilden
Schneeglöckchen: weiße Glockenblüten mit grünem Rand, breiten sich gut aus
Zaubernuss: Hübscher Strauch mit gelben oder orangefarbenen duftenden Blüten
Winterjasmin: Strauch mit hängenden Zweigen und kleinen gelben Blüten
Duftschneeball: Strauch mit vielen tiefrosa Blüten, die intensiv duften
Der nächste Frühling kommt
Der Frühling ist die intensivste Blütezeit. Es scheint, dass die Blütenpracht im Garten geradezu explodiert. Die Blühsaison beginnt im März und dauert bis zum Mai.
Iris: auffällige Blüten in vielen Farben, Sorten für unterschiedliche Standorte
Anemone: blüht nicht nur in Blau, sondern auch in Rosa und Weiß
Akelei: sehr grazile Blütenstände in blau oder rosa, sät sich selbst aus
Taglilie: vor allem gelbe oder orangefarbene Blüten, die nur einen Tag lang blühen
Krokus: Blüten in vielen Farben, wirken schön, wenn sie in großen Tuffs gepflanzt werden
Primel: 15 cm hohe, halbkugelige Blütentuffs in vielen kräftigen Farben
Pfingstrose: sehr dekorative dicke Blüten in rosa, rot und weiß, große Staude
Tulpe: Zwiebelbume in vielen Blüten-variationen und sehr schönen Farben
Narzisse: Farbvariationen zwischen weiß und gelb, auch gefüllte Blüten, sehr üppig
Hyazinthe: stark duftende Blütentrauben in meist pastelligen Farben
Prächtiger Sommer
Der Sommer kommt in der ganzen Pracht seiner vielgestaltigen und vielfarbigen Blüten daher. Einige davon blühen nur wenige Wochen, andere wiederum bis in den frühen Herbst hinein.
Sterntaler: sehr üppig blühende Sorten in gelb oder rot-gelb, darf nicht austrocknen
Tagetes: hohe und niedrige Sorten in allen Rot-, Gelb- und Kupfertönen
Scheinmohn: tiefblaue Blüten in Mengen, einige Sorten winterhart, Schatten liebend
Feinstrahlaster: gänseblümchenähnliche Blüten, dichte, kleine zweijährige Pflanze
Bourbonrose: einmal blühend mit herrlich gefüllten, duftenden Blüten
Rittersporn: hohe Blütenrispen in weiß und vielen Blauschattierungen, sehr dekorativ
Salbei: Schmucksalbeiarten passen praktisch zu allen Sommerblüten
Glockenblume: hohe Stängel dicht besetzt mit blau-violetten Blüten
Katzenminze: blaue oder weiße Blütenähren an einem ansehnlichen kleinen Strauch
Löwenmaul: Einjährige Sommerblume in vielen Farben. Gute Schnittblume
Quelle: http://www.houseandmore.de/
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geschrieben am 04.02.2009 um 16:00 Uhr.

