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Natur & Garten
"Die Rose spielt ab dem Frühsommer eine Hauptrolle im Garten: Dauerblüte und Düfte schaffen ein besonderes Flair. Tipps für den erfolgreichen Auftritt der "Königin der Blumen".
Anno 1867 gab es in Frankreich eine Revolution. Nur ging es nicht - wie knapp 80 Jahre vorher - um politische Selbstbestimmung, sondern um die Welt der Rosen. Jean-Baptiste Guillot aus Lyon gelang die Züchtung der ersten modernen Edelrose. Diese erste Teehybride, die "La France" getauft wurde, kombinierte die Dauerblüte der Chinarosen mit der Frosthärte europäischer Gartenrosen und zeichnete sich zudem durch ihren eleganten Wuchs aus. Mit der Entwicklung Tausender Sorten wurde damals ein wahrer Züchtungsboom losgetreten. Heute können Hobbygärtner aus dem Vollen schöpfen, wenn es darum geht, ihren Garten mit Rosen zu verschönern, zumal die vielen Wuchsformen ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten zulassen. Doch worauf ist dabei zu achten?
Zuallererst muss der richtige Standort gefunden werden. Ideal ist ein luftiger Platz in Südwest- oder Südostlage. Rosen benötigen direkte Sonne - am besten mehr als die Hälfte des Tages. Allzu heiße Südlagen, insbesondere vor Wänden, wo sich ein Hitzestau bilden könnte, sind allerdings zu meiden. Vor Pilzkrankheiten sind Rosen am besten geschützt, wenn eine gute Luftzirkulation herrscht und das Laub nach Regenfällen schnell abtrocknen kann. Eine weitere Gefahr ist Staunässe im Boden. Der ideale Boden ist daher locker, wasserdurchlässig und nährstoffreich.
Ein zentraler Faktor für erfolgreiches Gärtnern ist auch die Robustheit der Sorten. Eine Entscheidungshilfe bietet hier eine Art "Rosen-TÜV", der das ADR-Prädikat verleiht. Bei dieser Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung wird vor allem die Widerstandskraft von Rosensorten bewertet.
Angeboten wird die Pflanzware im Handel in verschiedenen Varianten. Am preiswertesten ist die wurzelnackte Ware. Ihre Pflanzzeiten sind der Herbst ab Mitte Oktober bis Mitte November und das zeitige Frühjahr, sobald kein Frost mehr im Boden steckt. Wurzelballierte Ware, bei der die Rose in einem Erdballen steckt, der mit Pappe oder einem Netz zusammengehalten wird, kann noch bis Mai eingesetzt werden. Dagegen können Containerrosen ganzjährig - außer bei Frost - gepflanzt werden. Die Hauptangebotszeit ist allerdings der Frühsommer. Containerrosen stehen in großen Kunstoffbehältern und haben bereits einen voll entwickelten Wurzelballen. Sie haben außerdem den Vorteil, dass man schon vor dem Kauf sehen kann, welche Farbe und welche Form sie haben.
Beim Einsetzen ist bei allen Pflanzwaren eine ausreichende Bewässerung geboten. Wurzelnackte erhalten einen Pflanzschnitt, bei dem Wurzeln und Triebe auf etwa 20 Zentimeter gekürzt werden. Dabei dürfen aber auf keinen Fall die feinen Faserwurzeln beschnitten werden. Containerware und Wurzelballierte werden so lange in Wasser getaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Die Veredelungsstelle, die wulstartige Verdickung zwischen Wurzelstock und Trieb, muss fünf Zentimeter tief in der Erde liegen, wenn das Loch mit dem Aushub und mit Kompost aufgefüllt wird. Danach wird die Erde leicht festgetreten und mit einem Wasserstrahl eingeschlämmt.
Damit Rosen sich wohl fühlen, müssen sie gut gepflegt werden. Bei der Düngung richtet man sich nach den Bodenverhältnissen. Langzeitdünger, der am besten im Mai eingesetzt wird, hat sich auch wegen seiner Umweltfreundlichkeit durchgesetzt. Besonders naturnah ist auch Kompost. Mit Stickstoff sollte nur bis Ende Juni gedüngt werden. Ab Ende August gegebener Patentkali senkt die Frostanfälligkeit.
Die ideale Zeit für den Schnitt ist das Frühjahr. Die Blüte der Forsythie kann dabei als Orientierungshilfe dienen, um den richtigen Zeitpunkt zu finden. Bei öfter blühenden Rosen erhöht der regelmäßige Frühjahrsschnitt die Zahl der Blüten. Einmalblüher werden aber - wenn überhaupt - nur selten geschnitten. Der korrekte Schnitt erfolgt leicht schräg über der Knospe.
Quelle: http://www.houseandmore.de/
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geschrieben am 04.02.2009 um 19:00 Uhr.

