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Natur & Garten
Mehr Lust an der Gartenfreizeit
Sommerzeit ist Gartenzeit: house and more nennt die besten Pflanzen und Strategien für einen individuellen und pflegeleichten Garten.
Sonnenschein und warme Temperaturen locken hinaus in den Garten. Mancher Besitzer steht nun etwas ratlos vor Beeten und Sträuchern: Jetzt könnte er endlich verändern, was im vergangenen Jahr immer wieder gestört hat. Vielleicht hat ein Rasen zum Spielen für die Kinder oder eine Terrasse zum Grillen gefehlt? Oder ein ruhiger Rückzugsort? Eventuell haben die Rabatten nach einem langen Arbeitstag zu viel Pflege gefordert?
Ein Garten sollte zu seinen Benutzern passen - und fast jede Anlage kann umgestaltet werden. Dabei fällt kein Berg von Arbeit an, denn Veränderungen können nach und nach vorgenommen werden. Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Was wächst wo und wann? Kränkeln manche Stauden? Sieht der Garten zu langweilig aus, sind Teilbereiche vernachlässigt worden?
Eine Bodenanalyse und die Beobachtung von Sonnenlauf und Mikroklima zeigen, ob die Standortbedingungen für vorhandene und neue Pflanzen geeignet sind. Wenig oder viel Licht, nasse oder trockene Wurzeln, Lehm- oder Sandboden - die Ansprüche von Sommerblumen, Stauden und Gehölzen können sehr verschieden sein. Wer richtig pflanzt (siehe Tabelle Seite 11), hat weniger Arbeit, das Grün gedeiht fast von selbst. Und verabschieden Sie sich von Arten, die viel Fürsorge brauchen. Es gibt in den meisten Fällen eine pflegeleichte Alternative.
Am schnellsten bringen ein- oder zweijährige Sommerblumen eine Veränderung. Sie füllen kahle Stellen auf und eignen sich, um neue Farben auszuprobieren. Da sie kurzlebig sind, kann man sie bei Nichtgefallen im Jahr darauf durch andere ersetzen. Stauden, Sträucher und Bäume sind beständiger: Müssen sie umgesetzt werden, etwa weil sie zu viel Schatten werfen, sollte man dies meist erst im Herbst (oder Spätwinter) tun. Das wäre auch die richtige Zeit, um zu dichte Staudenbeete auszulichten.
Vor einer Umpflanzmaßnahme lohnt es sich, einen Grundriss des bestehenden Gartens zu zeichnen. Auf einer Kopie können Neuerungen durchgespielt werden: Wie sähe es aus, wenn die Terrasse größer wäre und der Rasen zur kleineren pflegeleichten Wildblumenwiese würde? Hobbyköche planen in der sonnigsten Zone einen Kräutergarten und eine schnellwüchsige Kletterpflanze könnte die unansehliche Schuppenwand verdecken. Anregungen, wie man seinen Garten beispielsweise romantischer gestaltet, sind in zahlreichen Büchern enthalten.
Ein Pflanzschema für neue Beete und Rabatten hilft, Platzbedarf, verschiedene Wuchshöhen und -formen, Farben und Blühzeiten der einzelnen Pflanzen aufeinander abzustimmen. Dann braucht man Geduld - und erreicht im Idealfall nach einiger Zeit, dass die Bereiche im Jahresverlauf Strukturen und Leitfarbe wechseln und der Garten stets ein spannendes Bild abgibt. Wer eigene Tomaten, Bohnen oder Erdbeeren ernten will, muss das nicht in einem separaten Bereich tun - man kann viele Gemüse, Obststräucher und -bäume auch in Blumenrabatten mit einer geschützten, sonnigen Lage integrieren. Und so findet sich auch in einem Minigarten noch ein Platz für ein Kinderbeet zum Experimentieren mit Samen und Pflänzchen.
Rasen pflegen oder neu anlegen
Um Rasen neu anzulegen, muss der Boden gelockert werden, und Steine müssen entfernt werden. Saatgut erst ausbringen, wenn der Boden ständig 8 bis 10 Grad warm ist - das ist eventuell erst Anfang Mai der Fall! Mischungen mit Gräsern wählen, die eine dichte Narbe bilden. Dünger unmittelbar vorm Saatgut verteilen, Samen gleichmäßig ausstreuen: Die richtige Menge je Quadratmeter steht auf der Packung. Mit einem Rechen das Saatgut 1 cm tief mit Erde mischen. Die Oberfläche muss immer feucht sein, bei trockener Witterung vier- bis fünfmal täglich beregnen. Erstmals schneiden, wenn das Gras 10 cm hoch ist, dann wöchentlich auf 5 cm kürzen.
Nach dem Winter hat ein Rasen oft braune Flecken oder Kahlstellen. Vor dem Nachsäen muss der Boden ausreichend warm sein. Oberfläche aufrauen, Saat ausbringen und mit Rasenerde dünn abdecken.
Unkraut und Moos gedeihen nur großflächig, wenn die Bedingungen für Rasengräser ungünstig sind. Nach Bedarf Boden verbessern und in Schattenlagen spezielle Grasarten wählen.
Weitere Infos unter www.rasengesellschaft.de
Lesen Sie weiter dazu in der house and more-Heftausgabe 02/2004:
Garten: Pflanzen und Stauden für alle Plätze und Böden
- Pflanzen für kalkhaltige Standorte
- Auswahl für feuchte Böden
- Pflanzen für sonnige Plätze
- Pflanzideen für schattige Lagen
- Arten für sauren Boden
- Pflanzen für trockene Standorte
Buchtipp: "Viel Garten in wenig Zeit". Gestaltungsideen, die Zeit und Arbeit sparen
Quelle: http://www.houseandmore.de/
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geschrieben am 05.02.2009 um 10:00 Uhr.

