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Wohnen & Leben

BLÜTENPRACHT FÜR VIELE JAHRE

Stauden machen das Gärtnern kinderleicht: Sie grünen jedes Frühjahr neu und gedeihen wie von selbst, wenn man einige Pflegetipps beachtet.
Stauden sorgen über die ganze Gartensaison hinweg für einen üppigen Flor

BLÜTENPRACHT FÜR VIELE JAHRERittersporn, Türkenmohn, Lupine, Storchschnabel, Kugeldistel und Aster - viele beliebte Gartenblumen sind Stauden. Dazu gehören neben den blühenden, krautigen Arten auch Gräser, Zwiebel- und Knollenpflanzen sowie Farne. Allen gemeinsam ist, dass ihre Blätter und der Blütenstand im Herbst in der Regel verwelken. Sie überwintern mit Wurzelstöcken, Zwiebeln oder Knollen und treiben im Frühjahr frisches Grün - der Garten füllt sich ohne viel Zutun des Gärtners mit Pflanzen, Düften und Farben. Oft stehen Staudenbeete am Ende der Gartengestaltung, doch man sollte sie so detailliert planen wie die ganze Anlage - schließlich sind blühende Rabatten die Hingucker im Grünraum. Dabei muss man mehrere Faktoren berücksichtigen.

Punkt eins: der Standort. Taglilie, Lavendel, Chrysantheme, Pfingstrose - so verschieden Stauden sind, so verschieden sind auch ihre Ansprüche, was den idealen Platz angeht. Manche blühen im Schatten auf, andere brauchen die pralle Sonne. Einige müssen im Winter vor zu viel Regen oder zu niedrigen Temperaturen geschützt werden. Wichtig ist auch die Bodenbeschaffenheit: Je nachdem, ob die Erde sandig, lehmig oder tonig ist, trocknet sie rasch aus, oder die Pflanzen wurzeln stets im Feuchten. Und auch das Nährstoffangebot ist mal mager, mal üppig. Schließlich gedeihen manche Stauden wie etwa Chrysanthemen auf kalkhaltigen Böden besonders gut, andere kümmern dagegen vor sich hin, weil nur saures Substrat sie glücklich macht. Wer es ganz genau wissen will, lässt die Gartenerde analysieren. Extreme Böden muss man eventuell austauschen, oft kann man sie aber ganz einfach verbessern: Humus reichert kargen Boden mit Nährstoffen an, Ton wird durch die Zugabe von Sand leichter und lockerer.

Punkt zwei: die Wuchsform. Das Aussehen von Blüten und Blättern bestimmt die Beetoptik. Ob kräftige Dolde oder zarte Rispe, breites Blatt oder schlanker Halm, die Formen bringen Struktur in ein Beet und sorgen für Abwechslung oder für Gleichklang. Auch die Größe beeinflusst die Wirkung: Krokusse bleiben zehn Zentimter klein, Palmlilien ragen bis zu einer Höhe von 1,80 Metern empor. Um derart verschiedene Pflanzen zur Geltung kommen zu lassen, wählt man pro Beet einige wenige imposante Leitstauden, die sich aufgrund ihrer Gestalt quasi als Star in Szene setzen, während die Begleitstauden sich eher zurückhalten.

Punkt drei: die Blütezeit. Damit das Beet während der ganzen Vegetationsperiode farbenfroh aussieht, sollten idealerweise von März bis Oktober stets einige Stauden blühen. Frühlingspflanzen können hinten im Beet stehen, Sommergäste setzt man besser nach vorn - so fällt vor allem das ins Auge, was gerade blüht. Zudem kommt nun Farbe ins Zusammenspiel. Ein Blütenmeer Ton in Ton, etwa in Blau, oder ein Duett zweier kräftiger Farben wie Orange und Violett, eine knallbunte Mischung oder ein leichtes Pastellbild - erlaubt ist, was gefällt. Könnern gelingt es vielleicht, über den Sommer einen kompletten Farbwechsel durchzuführen.

Will man eine harmonische Rabatte anlegen, sollte man möglichst alle Punkte berücksichtigen. Perfekt wäre es wenn einzelne Beete zu unterschiedlichen Zeiten prunken: Im Sommer sollten terrassennahe Pflanzungen blühen, im Herbst dagegen Ensembles, die man durch die Küchen- oder Wohnzimmerfenster bewundern kann. Hilfreich ist hier ein Pflanzplan. Im Maßstab 1:50 oder 1:20 (ein Zentimeter auf dem Blatt entspricht 50 beziehungsweise 20 Zentimetern in der Natur) werden die einzelnen Arten eingezeichnet. Um die Leitstauden herum platziert man Begleitpflanzen, am besten in Gruppen von drei, fünf oder sieben Stück. Die Zeichnung schützt auch davor, ein neues Beet zu dicht zu bepflanzen: Manche Stauden bilden rasch Ausläufer, andere vermehren sich langsamer; ihre endgültige Größe aber erreichen sie erst nach einigen Jahren, entsprechend viel Raum muss man den Pflänzchen lassen. Allerdings mag nicht jeder anfangs auf nackte Erde schauen - wer ein- oder zweijährige Sommerblumen sät, füllt damit die unschönen Lücken, bis die Stauden größer sind.


Quelle: http://www.houseandmore.de

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geschrieben von http://www.houseandmore.de am 18.08.2008 um 21:20 Uhr.


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